Linux Software ohne Installation

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Binärpakete nutzen

Meine Binärpakete für Linux bieten die Möglichkeit, Programme ohne komplette Installation zu testen. Sie sind unabhängig von der jeweils benutzten Linux Distribution und den dort verwendeten Paketformaten. Vor allem die Nutzer von Distributionen die nicht mit .deb Paketen arbeiten, können sich vor der aufwändigen Installation über die Quelltextpakete einen Überblick über die Programmfunktionalität verschaffen.

  • Download des Binärpaketes (Endung .tar.gz) !Bitte nicht verwechseln mit den Quelltext Paketen!
  • Entpacken in einen beliebigen Ordner
  • Starten des Programms (z.B. EasyChannelEdit )

Sollte das Programm jetzt starten, sind keine weiteren Schritte notwendig.

Eine Deinstallation der Programme nach dem Test ist nicht notwendig. Es kann einfach der Programmordner gelöscht werden.

Fehlerbehandlung

Beim Programmstart im Terminal mit

  • /lib/ld-linux.so.2 --library-path ./lib ./Programmname

erhält man Hinweise auf fehlende Libraries. Dann einfach die fehlende Library vom Ordner ./lib_Alle in den Ordner ./lib kopieren. Dies so lange Wiederholen bis keine fehlenden Libraries mehr gemeldet werden.

Hintergrundinfos

Programme werden für Linux üblicherweise so erstellt, dass die für das Programm benötigten Libraries dynamisch (d.H. zur Laufzeit) geladen werden. Diese Libraries sind in einem gemeinsamen Ordner (oft in /usr/lib) gespeichert. Fehlt dort auch nur eine einzige Library, die von einem Programm benötigt wird, kann es nicht ausgeführt werden. Es ist die Aufgabe der Paketsysteme (Debian .deb, Redhat .rpm und andere) diese Abhängigkeiten richtig zu behandeln und sicherzustellen, dass alle benötigten Libraries installiert werden.

So könnte es gehen

Um Linux Software ohne Installation distribuionsunabhängig ausprobieren müssten alle benötigten Libraries mit dem Programm "ausgeliefert" werden. Eine komplette Liste der benötigten Libraries erhält der Programmentwickler mit "ldd"

  • ldd ./Programmname

und kann diese dann mit dem Programm zusammen (z.B. in einem Unterverzeichnis ./lib_Alles) ausliefern.

Achtung ! Diese Libraries dürfen nicht nach /usr/lib kopiert werden, das könnte das bestehende System und die Paketverwaltung gefährden.

Vor jedem Programmstart kann mit --library-path ./lib ein zusätzlicher Ordner für die Libraries zu definieren werden. Idealerweise sollten in diesem neu definierten lib - Ordner nur die fehlenden Libraries enthalten sein.

  • /lib/ld-linux.so.2 --library-path ./lib ./Programmname
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